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CRM-System für den Mittelstand: Auswahl und Nutzen

CRM-System für den Mittelstand: Was ein CRM leistet, wie Angebote, Kundenhistorie und Vertriebspipeline zusammenspielen und worauf Sie bei der Auswahl achten.

CRM-System für den Mittelstand: Auswahl und NutzenCRM-System für den Mittelstand: Auswahl und Nutzen

Ein CRM-System (Customer Relationship Management) speichert alle Kontakte, Gespräche, Chancen und Angebote zu Ihren Kunden an einem Ort, damit Ihr Vertriebsteam jederzeit weiß, wer wann was zugesagt hat. Für den Mittelstand lohnt sich ein CRM vor allem dann, wenn Kundeninformationen in Postfächern, Notizen und Excel-Listen verstreut sind und Angebote nachverfolgt werden müssen.

Was leistet ein CRM-System?

Ein gutes CRM beantwortet im Alltag einfache Fragen:

  • Wer ist unser Ansprechpartner bei diesem Kunden?
  • Wann haben wir zuletzt gesprochen und was wurde vereinbart?
  • Welche Angebote sind offen und wann wollten wir nachfassen?
  • Welche Chancen sind realistisch, welche stocken?

Typische Funktionen sind Kontakt- und Firmenverwaltung, Aktivitäten und Aufgaben, eine Pipeline mit Phasen, Angebotserstellung und Auswertungen. Je nach Anbieter kommen E-Mail- und Kalenderanbindung hinzu.

Warum Excel und Postfach nicht reichen

Kontaktlisten in Tabellen sind schnell veraltet. Wissen steckt in einzelnen Postfächern, und wenn jemand im Urlaub oder krank ist, fehlt der Überblick. Neue Kolleginnen und Kollegen müssen sich Informationen mühsam zusammensuchen. Auch Versionsstände sind ein Problem: Zwei Personen pflegen zwei Dateien, und am Ende stimmt keine davon. Ein CRM macht Kundenhistorie für alle sichtbar, mit klaren Berechtigungen.

Die Vertriebspipeline

Die Pipeline bildet Ihren Verkaufsprozess in Phasen ab, zum Beispiel:

  1. Anfrage
  2. Bedarfsklärung
  3. Angebot versendet
  4. Verhandlung
  5. Gewonnen oder verloren

Jede Chance bekommt einen Wert, einen Verantwortlichen und ein nächstes Datum. So wird sichtbar, wo Aufträge hängen bleiben. Prognosen sollten Sie vorsichtig deuten, denn sie bleiben Schätzungen. Hilfreich ist es, bei verlorenen Chancen einen Grund festzuhalten, um Muster zu erkennen, etwa Preis, Lieferzeit oder fehlende Rückmeldung.

Angebote erstellen und nachverfolgen

Ein häufiger Schwachpunkt: Angebote werden in der Textverarbeitung geschrieben, per E-Mail versendet und danach nie wieder angeschaut. Besser ist ein Ablauf, in dem:

  • Artikel, Preise und Konditionen aus den Stammdaten übernommen werden,
  • das Angebot eine Nummer und einen Status bekommt,
  • ein Wiedervorlage-Termin gesetzt wird,
  • aus einem angenommenen Angebot direkt ein Auftrag entsteht.

Dann müssen Daten nicht erneut erfasst werden, und Rückfragen zu früheren Angeboten sind schnell beantwortet. Mehr dazu unter Vertrieb und Angebote und CRM.

CRM allein oder in einem ERP?

Ansatz Vorteil Nachteil
Eigenständiges CRM Schneller Start, fokussiert auf Vertrieb Schnittstellen zu Auftrag, Lager, Rechnung nötig
CRM im ERP Ein Datenbestand von Anfrage bis Rechnung Umfang kann zu Beginn größer wirken

Wenn Sie Waren herstellen oder handeln, ist der Übergang vom Angebot zum Auftrag, zur Lieferung und zur Rechnung entscheidend. Ein CRM, das mit dem Rest verbunden ist, spart dort viel Handarbeit. Eine Einführung in das Thema bietet der Beitrag Was ist ein ERP-System.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

  • Einfachheit: Wenn Eingaben mühsam sind, pflegt das Team nichts.
  • Anpassbarkeit: Phasen und Felder sollten zu Ihrem Prozess passen.
  • Berechtigungen: Wer darf welche Kunden und Preise sehen?
  • E-Mail- und Kalenderanbindung: Kommunikation soll nicht doppelt erfasst werden.
  • Datenschutz: Klären Sie Speicherort, Löschkonzepte und Rollen.
  • Datenexport: Sie sollten Ihre Daten jederzeit wieder mitnehmen können.

Einführung ohne Frust

  1. Mit dem Ist-Prozess beginnen: Wie läuft Ihr Verkauf heute wirklich?
  2. Wenige Pflichtfelder festlegen, den Rest freiwillig lassen.
  3. Bestehende Kontakte bereinigen, bevor Sie importieren.
  4. Ein Pilotteam wählen und Erfahrungen sammeln.
  5. Regelmäßige Termine nutzen, in denen die Pipeline gemeinsam besprochen wird.

Ein CRM wirkt nur, wenn es im Gespräch genutzt wird, nicht nur als Ablage. Wenn die Wochenrunde im Vertrieb direkt am Bildschirm mit der Pipeline stattfindet, pflegt das Team die Daten von selbst.

Das Zusammenspiel mit Kundenservice und Portal

Kundenbeziehung endet nicht mit dem Verkauf. Rückfragen, Reklamationen und Nachbestellungen gehören in dieselbe Historie, damit jeder im Team sieht, was zuletzt passiert ist. Ein Kundenportal, in dem Kunden Angebote, Aufträge und Rechnungen selbst einsehen, entlastet zusätzlich das Telefon. Mehr dazu unter Portale.

Kennzahlen, die im Vertrieb weiterhelfen

Wenige Werte genügen, um den Vertrieb zu steuern:

  • Anzahl offener Angebote und deren Gesamtwert
  • Anteil der Angebote, die zum Auftrag werden
  • Durchschnittliche Dauer von der Anfrage bis zur Entscheidung
  • Anzahl der Chancen ohne geplante nächste Aktivität

Der letzte Punkt ist oft der aufschlussreichste: Chancen ohne nächsten Schritt versanden meist. Eine wöchentliche Durchsicht dieser Liste bringt häufig mehr als jede neue Funktion. Weitere Auswertungen finden Sie unter Berichte.

Datenschutz im Vertrieb

Kundendaten sind personenbezogene Daten, soweit sie sich auf Ansprechpartner beziehen. Legen Sie fest, wer Zugriff hat, wie lange Daten aufbewahrt werden und wie Auskunfts- oder Löschwünsche bearbeitet werden. Bei Fragen hilft Ihre Datenschutzberatung.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Ein Hersteller erhält eine Anfrage per E-Mail. Der Vertrieb legt im CRM die Firma und den Kontakt an, erstellt aus den Artikelstammdaten ein Angebot und setzt eine Wiedervorlage für fünf Tage später. Sagt der Kunde zu, wird das Angebot per Klick zum Auftrag, und Einkauf und Lager sehen den Bedarf sofort. Kein Datensatz wird doppelt getippt, und jeder im Team kann den Stand nachlesen, auch wenn die zuständige Person gerade nicht erreichbar ist.

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich ein CRM-System?

Sobald mehrere Personen mit Kunden arbeiten oder Angebote regelmäßig nachverfolgt werden müssen. Auch bei wenigen Mitarbeitenden kann ein einfaches CRM helfen.

Was ist der Unterschied zwischen CRM und ERP?

Ein CRM konzentriert sich auf Kundenbeziehungen und Vertrieb. Ein ERP deckt zusätzlich Einkauf, Lager, Produktion und Buchhaltung ab.

Kann ein CRM Angebote schreiben?

Viele Systeme können das. Achten Sie darauf, dass Preise aus den Artikelstammdaten stammen und Angebote in Aufträge überführt werden können.

Wie sicher sind Kundendaten im CRM?

Das hängt von Betrieb, Rechtekonzept und Anbieter ab. Fragen Sie nach Zugriffsrollen, Protokollierung und Datenspeicherort.

Fazit

Ein CRM gibt Ihrem Vertrieb Überblick und Verlässlichkeit. Dika Ops verbindet CRM, Angebote und Aufträge mit Lager, Einkauf und Finanzen. Das System ist in der geschlossenen Beta, Interessierte können sich auf die Warteliste setzen lassen.

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